Befreiungsfeier Mauthausen 8. Mai 2005

Zapatero gedenkt spanischer Opfer

Als einziger hochrangiger ausländischer Gast nahm Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero an der Befreiungsfeier im ehemaligen KZ Mauthausen am Sonntag teil. In dessen Delegation befand sich auch Jordi Riera, der 70-Jährige Sohn des ehemaligen Transportbeauftragten der katalanischen Generalität in der Bürgerkriegszeit, José Riera Borell, der in Mauthausen ermordet wurde. Diskrete Kontakte und die Großzügigkeit der wenigen spanischen Überlebenden machten es möglich, dass am 8. Mai neben der republikanischen spanischen Flagge auch die offizielle Fahne Spaniens wehte. Bis zum Jahr 2000 gab es ständigen Streit um die Flaggen, da der spanische Botschafter darauf bestand, dass der offiziellen spanischen Fahne Vorzug gegeben werde. Dagegen protestierten die immer weniger werdenden Überlebenden. Zapatero gedachte jener rund 8.000 Spanier, die während der NS-Diktatur in diesem Lager interniert waren. Er würdigte den Beitrag der Republikaner für Demokratie und Frieden in Spanien. Holocaust, Totalitarismus und Fanatismus dürften sich nie mehr wiederholen. Heute sei der geeignete Tag, um „Niemals wieder“ zu rufen. Von den 8.000 Spaniern in Mauthausen hatten nur 2.000 das Ende des Zweiten Weltkriegs erlebt.

m_alfonso

 

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